Im Hintergrund eine Fundkarte von Albert Steeger

Die Sonne, lebensspendende Kraft der Erde... 

Der Mond, auch er hat eine große Bedeutung für den Menschen...

Herzlich willkommen auf den WorldWideWeb-Seiten der Archäologie in Krefeld . . . . . . . . . . Hier vermitteln wir Spannendes und Wissenswertes über Archäologie im Internet . . . . . . . . . . Jetzt neu auf unseren Seiten das virtuelle Museum Burg Linn . . . . . . . . . . Und Neuigkeiten von archäologischen Ausgrabungen des Museums Burg Linn im Stadtgebiet von Krefeld . . . . . . . . . . Wußten Sie schon, dass es in Krefeld-Elfrath einen rekonstruierten römischen Tempel gibt ? ? ? ? ?. . . . . . . . . . Oder dass es in Krefeld-Gellep das größte zusammenhängende und modern ausgegrabene römisch-fränkische Gräberfeld nördlich der Alpen gibt ?. . . . . . . . . . Wenn nicht, dann schauen Sie sich unsere Webseiten der Bodendenkmalpflege an.


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  • 7 Tierfibeln in Form von Gegenständen

n der Vitrine befinden sich Fibeln, die in die Zeit von 1. bis 3. Jh. n. Chr. gehören. Alle Stücke bestehen aus Bronze. Bei der Verzierung sind zwei Techniken zu unterscheiden. Die meisten der ausgestellten Spangen sind mit farbigem Email versehen. Dabei sind die Tiere nicht plastisch ausgeführt, sondern im Profil (Ausnahme die Taube auf dem Tablett 5). Die anderen Stücke sind zumeist vollplastisch. Die Oberfläche wurde verzinnt und Schuppen oder andere Details sind mittels Punzen ausgeführt worden.

Die verzinnten Fibeln gehören in das 1. Jh. n. Chr., während für das 2. Jh. n. Chr. die emaillierten Exemplare typisch sind. Im 3. Jh. n. Chr. wurden wieder vollplastische Tier- und gegenständliche Fibeln hergestellt, die zumeist auch verzinnt sind. Sie unterscheiden sich von den frühen Exemplaren durch eine andere Nadelhalterung und eine etwas gröbere Ausführung.

Während sich die verzinnten Stücke durch ihren Silberglanz auszeichnen, fielen die emaillierten Fibeln durch den Farbkontrast zwischen der goldfarbenen Bronze und den verschiedenen Emailfarben auf. Die stark farbigen Einlagen entsprechen einem Modetrend, der Ende des 1. Jh. n. Chr. begann. Ab dieser Zeit wurde beim Goldschmuck die Einarbeitung von Edelsteinen beliebt, während für die vorherige Zeit rein goldener Schmuck (nur Metall) typisch ist.

Email ist eine zum Schmelzen gebrachte farbige Glasmasse auf Metallgegenständen. Die Masse besteht aus Quarzsand, Soda, Pottasche und Kalk. Sie ist selber farblos und wird durch Zusätze von verschiedenen Metalloxyden eingefärbt. So entsteht z.B. blau durch den Zusatz von Kobaltoxyd und grün durch den Zusatz von Kupferoxyd.

Um Email in ein Schmuckstück einzubringen, musste zunächst mit einem Stichel eine Eintiefung hergestellt werden. Darin wurde die Glasmasse eingeschmolzen. Dafür wurde sie zu Pulver zerkleinert, mit Wasser zu einem Brei angerührt und mit einem Spatel oder Federkiel in die vorbereitete Vertiefung eingefüllt. Nach dem Trocknen der Masse wurde das Schmuckstück in einem Ofen gebrannt. Da sich die Emailmasse beim Schmelzen zusammenzieht, muß der Vorgang so oft wiederholt werden, bis die erkaltete Glasmasse über die Metalloberfläche hinausragt. Dann wird das Ganze mit einem Sandstein abgeschliffen und anschließend poliert.

 

Die ausgestellten Tierfibeln sind repräsentativ für das Spektrum an Spangen vom 1. - 3. Jh. n. Chr. Sehr beliebt waren Delphine, Fische und Vögel. Die Stücke hatten nicht nur einen schmückenden und funktionalen Charakter, sondern auch eine apotropäische (abwehrhaftende) Funktion. Delphine galten als Glückssymbole; Frösche und Schuhsolen sollten vor dem bösen Blick schützen. Alle Fibeln stammen aus Privatbesitz.

 

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DEPHIN

Delphin. Vollplastisch, verzinnt. 3. Jh. n. Chr.

 

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