Im Hintergrund eine Fundkarte von Albert Steeger

Die Sonne, lebensspendende Kraft der Erde... 

Der Mond, auch er hat eine große Bedeutung für den Menschen...

Herzlich willkommen auf den WorldWideWeb-Seiten der Archäologie in Krefeld . . . . . . . . . . Hier vermitteln wir Spannendes und Wissenswertes über Archäologie im Internet . . . . . . . . . . Jetzt neu auf unseren Seiten das virtuelle Museum Burg Linn . . . . . . . . . . Und Neuigkeiten von archäologischen Ausgrabungen des Museums Burg Linn im Stadtgebiet von Krefeld . . . . . . . . . . Wußten Sie schon, dass es in Krefeld-Elfrath einen rekonstruierten römischen Tempel gibt ? ? ? ? ?. . . . . . . . . . Oder dass es in Krefeld-Gellep das größte zusammenhängende und modern ausgegrabene römisch-fränkische Gräberfeld nördlich der Alpen gibt ?. . . . . . . . . . Wenn nicht, dann schauen Sie sich unsere Webseiten der Bodendenkmalpflege an.


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Die Hülser Burg. Gestern und Heute.
 Ein Denkmal wird für die Nachwelt vor dem weiteren Verfall geschützt.

Ein  Beitrag zur Krefelder Denkmalpflege

 Münzbild des Constantinus, Zeichnung Detlef Stender

 
 

 

Allgemein

 

Zur  Vorgeschichte der Hülser Burg

eginnen wir mit der Hülser Burg in ihrer Vergangenheit, über die Richard Verhuven so aufschlussreich geschrieben hat. Danach steht die Burg im engen Zusammenhang mit den Geschehnissen der Herrschaft Hüls, die vormals den Herren von Hüls unterstanden hat. Ich gebe den Artikel auszugsweise wieder:

Bei dieser Erklärung muss ich auf die Zeit vor 1790 zurückgehen.

" Über die Entstehung des Namens Hüls ist mehrfach geschrieben worden. Man versucht, den Namen von Holz oder Gehölz abzuleiten. Auch die Deutung, das der Name in der früher hier zahlreich vorhandenen Hülse oder Stechpalme (Ilex aquifolium) seinen Ursprung hat, ist nicht von der Hand zu weisen. Persönlichkeiten die aus Hüls stammten oder den Namen Hüls führten, haben die Stechpalme in Ihre Wappen aufgenommen. So führte der aus Hüls gebürtige Abt der Abtei Kamp, Johannes Ingenray (1529-1563) und der Gladbacher Abt Theodoricus Hülsen (1592) die Stechpalme in ihren Wappen.

Mit der Zunahme der Bevölkerung, der Erweiterung des Ortsbildes und der Errichtung einer Kirche wird auch wohl die Verlegung des Wohnsitzes der Hülser Herren erfolgt sein, die nach 1400, wo der Ritter von Hüls von dem kölnischen Erzbischof Dietrich von Moers die Erlaubnis erhielt, sich hinter Hüls eine Wohnung zu erbauen, eine neue Burg errichten ließ.
(Abb. 8 )


WZ Samstag, 15. März 2003

5460 Stunden Ausbessern und Aufmauern

Seit zweieinhalb Jahren setzen sich der Hülser Heimatverein und der Sportverein für den Erhalt ihrer Burgruine ein

Hüls (te). Nach der letzten Sanierung der 50-er Jahre (Abb. 2) blieb eine laufende Unterhaltung aus - die Hülser Burgruine stand kurz vor dem Verfall. Seit November 2000 nun setzen sich der örtliche Heimatverein und der Sportverein für den Erhalt der Überreste der von Friedrich von Hüls 1455 erbauten Burg ein: Zwölf ehrenamtliche Helfer beider Vereine haben sich die Sanierung des Denkmals zur Aufgabe gemacht und packen an den Wochenenden kräftig mit an. 5460 Arbeitsstunden liegen bereits hinter den fleißigen Helfern. Unter der Bauleitung des Architekten Karl Amendt und unter der Einsatzleitung Klaus Ehrichs vom Hülser Sportverein kämpften die Ehrenamtler gegen den verwahrlosten Zustand der Burg an: Wildwuchs und Schutt mussten beseitigt, das gesamte Mauerwerk gesäubert, ein fester Bodenbelag im Innenhofbereich eingezogen werden. Nach Ausbesserung war der Komplex des ehemaligen Herrenhauses sowie der nördlichen Umgrenzungsmauer sanierungsmäßig fertigestellt. Über eine Wendeltreppe kann die neu eingezogene und mit alten Gehweg-Platten belegte Decke des Gewölbekellers betreten und von dort aus einem Blick über das Burggelände werfen. Weit fortgeschritten sind auch die Arbeiten rund um den Turm. Neben der grundlegenden Sanierung werden hier zwei neue Räume und eine Verbindung zum Wehrgang geschaffen, der Turm erhält ein Dach. "Alle Arbeiten", versichert der Heimatverein-Vorsitzende Hans Schmitz, "werden in Abstimmung mit der Denkmalpflege der Stadt und dem Rheinischen Amt für Denkmalpflege ausgeführt". Das Ziel, die Burganlage später auch für kulturelle Zwecke zu nutzen, rückt näher. Und auch das "Grüne Klassenzimmer" der Hülser Grundschulen und des Heimatvereins kann nach der Fertigstellung des Herrenhauses in drei Wochen den Unterricht aufnehmen.
( Abb. 4-6 )


 Ausgrabung 2005

2005 wurden 3 Sondierungsschnitte durch das Museum Burg Linn an der Burg Hüls angelegt. Sie lieferten wertvolle Ergänzungen zur Baugeschichte der spätmittelalterlichen Wasserburg.

WEITER


 Empfehlung:

Besuchen Sie die Hülser Heimatstuben um mehr über die Geschichte des Ortes Hüls zu erfahren!

Uhrzeit: von 11.00 bis 13.00 Uhr
Ort: Hülser Heimatstuben

47839 Krefeld
Konventstr. 13

Hier die Webseite des Vereins:

Hülser Heimatverein

 
 

 

Die Entdeckung der Burg 1954
 aus Hüls 1790-1980
 

 gesammelt-gelesen-erlebt

 von
 Josef Böttges

icht allzu viele", schreibt Albert Steeger, kannten bisher die Trümmer der in Wildwuchs versunkenen Burg Hüls im Bruchgelände hinter Kirche und Klausur. Der Bau der neuen Mädchenschule am Hang zum Bruch aber hat die Ruine im Jahre 1954 aus ihrem verträumten Dasein aufgeschreckt und in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses gerückt.

 

Für die Hülser Gemeindeverwaltung, den Hülser Heimatverein und die Hülser Lehrerschaft war die Burg plötzlich ein Problem geworden. Der Schulhof der neuen Schule schob sich über den Platz der Vorburg hinweg dicht an die Burggräben der Hauptburg heran. Irgendetwas musste nun geschehen. Sollte man diese als Tummelplatz der Jugend überlassen, sollte man sie einebnen und die Reste der Mauer beseitigen, oder sollte man den Trümmerhaufen aufräumen und die Reste pfleglich zu erhalten suchen? Einmütig beschlossen die Beteiligten im Einvernehmen mit der Kreisverwaltung und der amtlichen Denkmalpflege, den Versuch zur Erhaltung der Ruine zu machen."

Auch ich kann mich an diese Zeit noch gut erinnern. Vertreter der Aufsichtsbehörde besichtigten 1952 das Gelände, um den Standort der Schule auszumachen. Es wurde mir gesagt, das die Burgruine verschwinden müsse, sie sei ein Schutthaufen und das Gewässer eine Brutstätte für Mücken. Damals führte ich ein Beispiel an, das wohl etwas gewirkt hat: Wenn man einen alten Speicher eine Skulptur findet, die grau gestrichen ist, glaubt man, eine Gipsfigur vor sich zu haben. Unter den fachkundigen Händen eines Restaurators aber zeigte sich bald eine wertvolle Holzplastik.

Im Frühjahr 1954 begann man mit der Arbeit. Fachmännisch wurde die Ruine untersucht, bevor Gemeindearbeiter begannen, den Schutt der Jahrhunderte wegzuräumen
(Abb. 2).

Erst als die Jungen der Knabenschule mit Gruppen von 30 bis 40 Mann mit Spaten und Picken unter Führung der Lehrer heranrückten, sah man einen Erfolg der Arbeit. Es häuften sich in Kisten und Schachteln die Reste der gotischen Trink- und Schenkkrüge, der Hausgeräte, der Bodenplatten und glasierten Ofenkacheln.

Es wurde deutlich: Die Burg Hüls gehört nicht zur ältesten niederrheinischen Burgengruppe, zu den sog. Rundlings- oder Vieleckburgen.

Die öfters schon abgebildete Handzeichnung der Burg Hüls aus dem "Abriss des Flecken Hüls" von Roosen (gezeichnet um 1850)
(Abb. 7) ist die mehr oder weniger geglückte einfache Darstellung der Burg nach den damals vorhandenen Bauresten.


Abb. 7
Die von Roosen angefertigte Zeichnung der Burganlage von Hüls

 Pressemitteilung des LVR

Finanzspritze für die Hülser Burg

Landschaftsverband Rheinland übergibt
30.000 Euro

ber einen warmen Geldsegen in Höhe von 30.000 Euro vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) freuen sich die Burgsanierer des Heimatvereins Hüls e.V. und des Hülser Sportvereins e.V. Als führende Einrichtung der regionalen Kulturpflege im Rheinland unterstützt der LVR damit das Bemühen des Heimatvereins hinsichtlich der Wiedergewinnung und Nutzbarmachung der Anlage.
 
Zur symbolischen Übergabe des Geldes mit Pressegespräch

am Freitag, 12. November 2004,
um 11.30 Uhr,
in der Hülser Burg, Herrenweg, 47839 Krefeld-Hüls,


lädt der LVR ein.

Als Gesprächspartner informieren Sie:

- Udo Molsberger, Direktor des Landschaftsverbandes Rheinland,
- Winfried Schittges, MdL, Vorsitzender des Landschaftsausschusses,
- Hans Schmitz, Vorsitzender des Heimatvereins Hüls e.V.,
- Karl Amendt, planender und ausführender Architekt,
- Klaus Ehrich, Einsatzleiter auf der Burg.


Nachdem die Ruine der Hülser Burg jahrzehntelang vernachlässigt wurde, hat sich seit Ende des Jahres 2000 in der Projektträgerschaft des Hülser Heimatvereins und des Hülser Sportvereins eine breite Bürgerinitiative gebildet. Sie hat es sich zur ehrenamtlichen Aufgabe gemacht, die Hülser Burg wieder nutzbar zu machen. Mit den inzwischen weit fortgeschrittenen Maßnahmen der Freilegung und Teilrekonstruktion soll die Hülser Burg zu einem Veranstaltungsort werden, der die geschichtliche Orts-Identität nachdrücklich vermittelt.

 

Abb. 1
Hüls, Burgruine von ca. 1910
 

Abb. 2
Burgruine wird von Schulkindern ausgegraben, 1953
 

Abb. 3
Die Hülser Burgruine vor der Sanierung im Frühjahr 2000
 

Abb. 4
Das  Mauerwerk der Hülser Burg nach der Sanierung im Frühjahr 2003
 

Abb. 5
Das  Mauerwerk der Hülser Burg nach der Sanierung im Frühjahr 2003
 

Abb. 6
Der rekonstruierte Turm im eingerüsteten  Zustand
 

Abb. 7
Keramik aus dem Burgareal
 
Abb. 8                         
Die Lage der Hülser Burg am Rande der Niederterrasse

Hülser Burgfest

ie in den vorangegangenen Jahren, so fand am Samstag den 11.Juni 2005, dass Hülser Burgfest statt.  Natürlich wurde den Kindern ein buntes Spieleprogramm angeboten und auch die vielen Gäste wurden mit Live-Musik, Grillwurst, Reibekuchen und Getränke verwöhnt.
 

Anders als in den Vorjahren war die neue Kulisse. Die neu rekonstruierte Hülser Burg zeigte sich in voller Pracht den Besuchern.

 

Zu den vielen begeisterten Helfern, welche beim Aufbau der Burg halfen, hat sich eine neue weitere Initiative gebildet, die sich  castrum holese nennt. Ihre Motivation ist, dass Mittelalter im historischen Hüls und im Bereich der Hülser Burg lebendig darzustellen.
Geschichte sozusagen zum Anfassen.


  Nachfolgend einige Impressionen vom Fest


castrum holese

Alltag im Mittelalter

Hüls, im Jahre des Herrn 1455

itter Friedrich von Hüls, Herr der Herrlichkeit Hüls, hat begonnen, am Rand des Bruches seine Wasserburg zu errichten.

Ein schweres Pestjahr ist überstanden und bei uns kehrt wieder der Alltag ein. Wir arbeiten in der Werkstatt und auf dem Feld. Die Kinder spielen mit ihren Kreiseln, Murmeln oder Windrädchen. Wir spinnen, nähen und kochen, beten, lesen und erzählen, feiern und machen Musik.

Die jährlichen Märkte sind immer eine willkommene Abwechslung. Viel fremdes Volk kommt dann nach Hüls, um die weithin bekannten Waren unserer Pottbäcker und Weber zu erstehen.

Die Beginen, denen unser gnädiger Herr, der Erzbischof zu Köln, eine Bleibe in Hüls gewährt hat, kümmern sich um die Alten und Kranken. Auch das Brauhaus der frommen Frauen kommt uns Hülsern sehr zu Gute.

Regelmäßig üben wir uns im Gebrauch von Schwert und Hellebarde, denn wenn in Hüls der Alarm ertönt, muss jeder waffenfähige Mann dem Glockenschlag folgen und helfen, das Land zu beschützen.

 Lebendige Geschichte:  castrum Holese - Alltag im Mittelalter -‚ ist ein neuer Arbeitskreis der KAB St. Cyriakus Krefeld-Hüls. Wir wollen in unserer Freizeit den Alltag von Handwerkern und Bauern, Rittern und Kaufleuten in einer niederrheinischen Burgflecken des späten Mittelalters darstellen. Unsere Kleidung und Ausrüstung fertigen wir nach mittelalterlichen Abbildungen und Ausgrabungsfunden.

castrum holese: Das lateinische Wort „castrum“ bedeutet "Burg" oder ‚befestigte Siedlung. "Holese" ist einer der vielen mittelalterlichen Namen für Hüls. Der Name unserer Gruppe steht sowohl für die Hülser Burg als Sitz der Herren von Hüls als auch für das befestigte Dorf, den Burgflecken Hüls, mit all seinen Bewohnern.

 Aktivitäten:  Wenn wir nicht gerade die mittelalterlichen Hülser darstellen oder an unserer Ausrüstung arbeiten, bieten wir in lockerer Folge Workshops zu handwerklichen oder geschichtlichen Themen an und besuchen zusammen Burgen, Mittelaltermärkte und Museen.

An Projektagen in Kindergärten und Schulen möchten wir den Kindern ein lebendiges Bild des Mittelalters vermitteln. Auch ein mittelalterliches Lager für die Gruppe ist geplant.

 Mitmachen:  Wir freuen uns über Mittelalterbegeisterte jeden Alters, die Spaß am Basteln haben und auch mal auf modernen Komfort verzichten können. Beim Nähen der Kleidung und Beschaffen der Ausrüstung helfen wir gerne.

Kontakt:
 
KAB St. Cyriakus Krefeld-Hüls, Arbeitskreis Mittelaltergruppe

   
         Fam. Smolenaers, Tel.: 02151 735293 sylvia(at)smolenaers.de

             Fam. Fischer/Staub, Tel.: 02151 974318 doris.fischer(at)debitel.net

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