Im Hintergrund eine Fundkarte von Albert Steeger    

Herzlich willkommen auf den WorldWideWeb-Seiten der Archäologie in Krefeld . . . . . . . . . . Hier vermitteln wir Spannendes und Wissenswertes über Archäologie im Internet . . . . . . . . . . Jetzt neu auf unseren Seiten das virtuelle Museum Burg Linn . . . . . . . . . . Und Neuigkeiten von archäologischen Ausgrabungen des Museums Burg Linn im Stadtgebiet von Krefeld . . . . . . . . . . Wußten Sie schon, dass es in Krefeld-Elfrath einen rekonstruierten römischen Tempel gibt ? ? ? ? ?. . . . . . . . . . Oder dass es in Krefeld-Gellep das größte zusammenhängende und modern ausgegrabene römisch-fränkische Gräberfeld nördlich der Alpen gibt ?. . . . . . . . . . Wenn nicht, dann schauen Sie sich unsere Webseiten der Bodendenkmalpflege an.


Logo von Detlef Stender. Das Symbol zeigt das Stadttor und die Mauer von Gelduba und darüber einen Würfel. Im Hintergrund fließt der Rhein.
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Eine Ausstellung des Limburgs Museum Venlo und des Rijksmuseums van Oudheden Leiden
 im
 Museum Burg Linn

Teil
2


 1 Fibeln  2 Schmuck   3 Laténekultur   4 Fürstengrab von OSS     5  Weinmischgefäße   6 Wagengrab von Wuchen   7 Gräber aus Venlo 8 Gräber aus Havelte  9 Wertvolle Funde    10 Reiche Gräber  11 Schmuck    12  Goldschätze     14 Münzschatzhorte    15 Wein trinken     16 Im Umfeld des Hofes    17 Metallbearbeitung   18  Handwerk    19 Objekte Holz Eisen  20 Salz      21  Handel internationale Kontakte     22 Handel internationale Kontakte     23 Handel internationale Kontakte  24 Handel internationale Kontakte     25 Waffen  26 Opfer   27  Opfer     28 Opfer    29 Grabbeigaben    30  Tempel von Empel    31 Religion
 32
Keltische Namen     34 Das keltische Erbe    35 Wie waren die Kelten bekleidet

 

Besucher der Ausstellung, haben die Möglichkeit mit Hilfe eines Spinnwirtels aus Wolle, einen Faden herzustellen.



Einige Funde lassen sich nur schwer deuten, so wie diese Gesichtsmaske aus Middelstum. Hat sie etwa mit Religion oder Kult zu tun oder oder wurde sie nur hergestellt, um andere damit zu belustigen?

Linke Maske Original. Rechts gespiegelt.


  • 21  Handel und internationale Kontakte ca. 600 v. Chr. - 300

Keramik

Fragment griechisch-attischer Keramik, Kemmelberg (Belgien)

Eimer

Eimer aus Marnekeramik. Marnekeramik ist eine von grichisch-medeteranem Geschmack beeinflußte Keramik aus Nordfrankreich (am Fluß Marne)

Keramikscherbe

Örtlich gefertigte Keramik, Kemmelberg (Belgien)

Keramikscherbe

Örtlich gefertigte Keramik, Kemmelberg (Belgien)

Perle und Blattgold

Perle und Platte aus Blattgold, Kemmelberg (Belgien)


  • 22  Handel und internationale Kontakte ca. 825 v. Chr. - 0

Mahlstein

Runder Mahlstein, Eschweiler-Lohn (Deutschlan)

Sichel

Silexsichel (FEuerstein), Andijk (Niederlande)

Marne-Keramik

Nachahmung Marne-Keramik, Haren (Niederlande)


  • 23  Handel und internationale Kontakte ca. 475 v. Chr. - 100 n. Chr.

Eisendolch

Eisendolch, Import aus Nordfrankreich, Havelte (Niederlande)


  • 24  Handel und internationale Kontakte ca. 475 v. Chr. - 100 n. Chr.

1 Silbervase, Neerharen (Belgien). Diese silberne Vase wurde bei Wasserbauarbeiten in Neerharen geborgen. Florale und geometrische Verzierungen verraten griechische und römische Einflüsse. Es ist dennoch denkbar, das sie in Gallien hergestellt wurde. Die Unterseite zeigt eingekerbte Zeichen unbekannter Bedeutung.

2 Vergoldete silberne Schmuckscheibe aus Helden. Um 1840 fand ein Torfstecher bei Helden in den Niederlanden diese vergoldete Silberzierscheibe (450 v.Chr.-1 00 n. Chr.), die möglicherweise aus Thrakien stammt. Sie zeigt einen Mann im Kampf mit einem Löwen. Er wird von weiteren Tieren (Widder Löwe, Hund, Rind) eingerahmt. Das kostbare Objekt ist wahrscheinlich ein Mooropfer.

Silbervase

Silbervase, Neerharen (Belgien)

Schmuckscheibe

Vergoldete Schmuckscheibe aus Helden (Niederlande)


Riten und Gewalt

as Opfer nahm in der keltischen Welt eine zentrale Position ein. Quellen, Moore, Seen, Bäche und Flüsse waren bevorzugte Opferplätze.
In Gebirgsgegenden nutzte man auch Grotten. An solchen Opferplätzen schenkte man den Gottheiten in teilweise großen Mengen wertvolle Objekte und Waffen. Hierbei machte man die Waffen häufig unbrauchbar. In selteneren Fällen wurden auch Menschen geopfert. So fand man z.B. in Nordfrankreich die Leichen besiegter Krieger zwischen geopferten Waffen. Art und Form der Kultplätze sind sehr unterschiedlich, so gibt es eingehegte, rechtwinkelige oder rund angelegte Freiluftheiligtümer, Grabgärten und Opferplätze. Mit Beginn der Römerherrschaft entstehen hieraus häufiger Tempelkomplexe mit steinernen Tempelgebäuden, die sich aber in ihrer Kultstruktur von den herkömmlichen römischen Anlagen unterscheiden, ein Hinweis darauf, das alte Glaubensinhalte erhalten bleiben.


  • 25  Waffen ca. 450 v. Chr. - 0

Schwerter

Schwerter, Kessel/Lith (Niederlande), aus der Schelde: Antwerpen und unbekannter Fundort (Belgien) und Roermond (Niederlande)


  • 26  Opfer ca. 825 v. Chr. - 0

Halsringe

Halsringe, Bonn (Deutschland), Onstwedder Barlge (Niederlande), Oudenaarde (Belgien)

Armbänder

Armbänder, Doorwerth (Niederlande)

Halsring und Armbänder

Halsring und Armbänder, Doorwerth (Niederlande)

Armband

Armband, Wessem (Niederlande)


  • 27  Opfer ca. 475 v. Chr. - 150 n. Chr.

Schädel

Schädel mit Gewaltspuren, Kessel/Lith (Niederlande)

Beile

Bauopfer von Beilen aus Stein, Oss und Meteren Niederlande

Tonmasken

Tonmasken, Maastricht-Caberg und Middelstum (Niederlande). Diese Masken zeigen ein stilisiertes menschliches Gesicht. Die genaue Funktion ist nicht geklärt. Denkbar wäre eine Verwndung im Kulturbereich,

Panflöte

Fragment einer Panflöte, Nimwegen-Oosterhout (Niederlande)


  • 28  Opfer ca. 200 v. Chr. - 100 n. Chr.

Perlenkette

Perlenschnur aus Bernstein, Empel (Niederlande)


  • 29  Grabbeigaben ca. 475 v. Chr. - 0

Schale

Schale Typ Braubach, Hamminkeln-Düne Tebbe (Deutschland)

Grabinhalt

Grabinhalt Beinringe, Wesseling (Deutschland)

Grabinhalt

Grabinhalt Topf, Wesseling (Deutschland)


  • 30  Der Tempel von Empel, Niederlande ca. 100 n. Chr.

Schildbuckel

Schildbuckel (zum Schutz der Hand auf dem Hölzenen Schild befestigt)

Schamiere

Schamiere vom Brustpanzern

Siegelkapsel

Siegelkapsel (zur Versiegelung von Wachstafelbriefen und Dokumenten)


Besiegt und besetzt

ach zähem Kampf besetzen die Römer das Gebiet zwischen belgischer Nordseeküste und Rhein. Durch Abkommen und Bündnisse mit den lokalen Herren, gelingt es ihnen die Gebiete wirksam zu kontrollieren. Die örtlichen Herrscher erlangen im Laufe der Zeit wichtige Ämter in einer Gesellschaft, die schnell römische Züge annimmt.
Die Bevölkerung übernimmt nach und nach die römische Lebensart, doch bleiben einige Traditionen erhalten. Auch die Römer passen sich an und lassen das Althergebrachte oft intakt. Keltische Götter werden übernommen und auch im Tempelbau lassen sich einheimische Einflüsse erkennen.


  • 31  Religion ca. 100 n. Chr.  - 100 n. Chr.

Statue

Statue der Pferdegöttin Epona gewidmet, Baarlo (Niederlande)

Statue

Statue einer Muttergöttin, Nimwegen (Niederlande)

Statue

Matronenstatue aus Pfeifenton, Bonn und Krefeld

Statue

Matronenstatue aus Pfeifenton, Bonn und Krefeld


  • 32  Keltische Namen ca. 100 n. Chr.

Topf

Topf mit dem Namen BOVDI, Nimwegen (Niederlande)

Bronze

Hahn aus Bronze, mit Einlage aus Email mit dem Text: DEAE ARCANVE VLPIVS/VERINVS VETERANVS LEG VI V.S.L,M.


Lebensbild eines Römischen Soldaten

er römische Soldat ging gut ausgebildet und gerüstet in den Kampf. Obwohl er oft in Unterzahl antrat, verhalfen ihm die bessere Organisation und Taktik meist zum Sieg. Die Truppen bewegten sich zu Fuß durch das Reich. Über das zweckmäßige Straßennetz ging das recht schnell. Die Legionäre mussten aber ihre eigene Ausrüstung tragen. Sie wog 40 kg, ein Gewicht unter dem heute mancher zusammenbrechen würde.


Das keltische Erbe

ieles aus der keltischen Kultur löst sich im Verlauf der römischen Herrschaft auf. In den nicht von Römern besetzten Gebieten bleiben jedoch Traditionen und Lebensweisen erhalten und können sich eigenständig weiterentwickeln. Spuren hiervon findet man in Irland und Schottland. Die Kelten wurden jedoch erst in der Zeit der Renaissance, im 16. Jahrhundert, wieder entdeckt. Die Berichte der römischen Schriftsteller sind nicht sehr klar, so dass vieles hinzu erfunden wurde. Während der Romantik, im ausgehenden 18. und frühen 19. Jahrhundert, erreichte dies einen Höhepunkt. Man entdeckte keltische Geschichten und gründete Druidengesellschaften. Die Kelten rückten wieder in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und bleiben es bis heute.


  • 34  Das keltische Erbe

Kelte

Rekonstruktion eines Kelten aus dem 19. Jahrhundert


 
 

 

Römischer Matronenaltar ca. 100 n. Chr.


Römischer Text:

MAT(RONIS) OCTOCANNIS
Q(VINTVS)IVL(IVS) QVIETVS
ET(I)VVCVNDVS ET VRSVLVS
IMP(ERIO) IPS(ARUM) L(IBENS)
M(ERITO)

Römischer Matronenaltar (ca. 100 n. Chr.)



Übersetzung: Den Matronen von Octocannae von Quintus Julius Quietus, Jucundus und Ursulus auf Befehl der Göttinnen selbst gewidmet, gerne und nach Gebühr, Ossum-Bösinghoven, Deutschland

Gibsabdruck einer in einer Mergelgruppe eingekrazte Kultfigur, Mastrich-Trichterveld, Niederland.
Die Gravur mit betotem Phallus. Die Darstellung wird mit keltischen Vorbildern verglichen und datiert möglicherweise in römische Zeit.


  • 35  Wie waren die Kelten bekleidet?

Projekte zur lebendigen Geschichte e. V.
Eine Duisburger Gruppe von Darstellern welche bei der Ausstellungseröffnung keltische Bekleidung vorstellte. Beschreibung der Textilien von Sylvia Crumbach.

Hallstattzeitliche Männertracht

Hallstattzeitliche Männertracht. Blaue Tunika aus Wolle mit ¾ Ärmeln nach mediterranen Vorbild. Gelber Prachtmantel mit brettchengewebten Zierborten. Gürtel aus Leder mit einem breiten Gürtelblech. Eisendolch mit Bronzegriffe (Typ Heuneburg) mit Korallenverzierungen. Zusammenstellung nach süddeutschen Funden.

2. Hälfte 6. Jahrh. v. Chr.

Darsteller: Heinz-Peter Crumbach

Hallstattzeitliche Frauentracht

Hallstattzeitliche Frauentracht. Kräftig gelber Rock aus Wolle und eine Tunika aus feinem Leinen mit brettchengewebten Verzierungen.

Das Schleiertuch aus feinster Wolle wird an einer Frisur mit aufgesteckten Zöpfen mit 16 Nadeln aus Bronze gehalten.

Um die Taille wird ein breiter Gürtel mit einem Gürtelblech aus Bronze getragen. Haarnadeln und Gürtelblech nach Süddeutschen Funden.

2. Hälfte 6. Jahrh. v. Chr.

Darstellerin: Silvia Ungerechts

Hallstattzeitliche Schnabelschuhe

Rekonstruktion späthallstattzeitlicher Schnabelschuhe. Leder-Anfertigung nach etruskischen Abbildungen und Hinweisen aus süddeutschen Funden.

Darsteller: Heinz-Peter Crumbach

Ostkeltische Männertracht

Ostkeltische Männertracht (Skordisker) 2. v. Chr. Tunika, Hose und einfacher Rechteckmantel aus Wollstoff. Rekonstruktion nach verschiedenen Funden. Beschreibungen und Abbildungen

Nils Bross. Treverische Männertracht nach dem Grabstein des Rheinschiffers Blussus (Trier). Tunika, Hose und Kapuzen-Cape aus Wollstoff.

Darsteller: Malte Schmiedecke

Germanische Tracht

Eine Germanische Tracht mit spätkeltischen Einflüssen. Roter Peplos mit Untertunika aus weißem Leinen Fibel und Gürtelkette nach einem Fund aus Nüssau, Kr. Herzogtum Lauenburg.

1. Hälfte 1. Jahrhundert n. Chr.

Darstellerin: Sylvia Crumbach

Romanisierte Ubier

Romanisierte Uberier (CCAA, Köln). Männertracht bestehend aus weißer Woll-Tunika mit Clavi. Karierter Rechteckmantel mit verzinnter Bronzefibel. Römische Schuhe Sandy Piel.

Frauentracht Peplos aus feinem Wollstoff mit Fibeln auf denSchultern gehalten. Palla aus feinster hellblauer Wolle. Römischer Goldschmuck. Manuela Hanke.

Hintergrund Darstellerin: Sylvia Crumbach

Textilverarbeitung in der Eisenzeit
Ein Forschungsbeitrag von Sylvia Crumbach


Ergebnisseite:    1    2   vorwärts


Für die Genehmigung zur Veröffentlichung der Texte und Fotos, bedankt sich der Verf. beim Museumsdirektor vom Museum Burg Linn Dr. Christoph Reichmann.

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